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Nachtschicht der Begierde

Elena89·8 Aufrufe·8 Min. Lesezeit
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Das Büro war ein Meer aus blauem Licht und tiefen Schatten, nur unterbrochen von den rhythmischen Blinkern der Server-Indikatoren im Flur. Es war kurz nach zweiundzwanzig Uhr, und die Stille im 24. Stockwerk der „Vanguard Solutions“ war fast physisch spürbar, eine schwere, drückende Abwesenheit von Lärm, die nur durch das entfernte Surren der Klimaanlage und das gelegentliche Klappern einer Tastatur durchbrochen wurde.

Elena saß an ihrem Schreibtisch, die Finger über den Tasten ihrer mechanischen Tastatur tanzen lassen, ein hohes, mechanisches Klicken, das in der Leere hallte. Ihr Nacken fühlte sich an wie ein einziger verhärteter Knoten. Sie blinzelte trocken, die Augen brannten vor dem kalten Licht der drei Monitore vor ihr. Die Zahlen in der Excel-Tabelle verschwommen zu einem grauen Brei. Sie seufzte, lehnte sich zurück und rieb mit dem Handballen über ihre Stirn. Das Kaffeegetränk in ihrer Tasse war längst zu einer kalten, klebrigen Masse geronnen.

Die Tür zur Bürosuite öffnete sich mit einem leisen, fast unhörbaren Zischen. Elena zuckte nicht zusammen; sie wusste, wer es war. Nur eine Person arbeitete noch so spät wie sie, und nur eine Person hatte einen Schlüssel für diese Privatsuite.

Jonas trat ein. Er trug seinen Anzug noch immer, aber die Krawatte war locker, der obere Knopf seines Hemdes geöffnet. In seiner Hand hielt er ein frisches Glas Wasser, das Kondensat an den Außenwänden hinunterlief. Er sagte nichts. Er stellte das Glas einfach auf den Rand ihres Schreibtisches, neben einem Stapel unsortierter Aktenordner, und lehnte sich gegen die benachbarte Ablage. Er musterte sie nicht mit einem Blick des Mitleids, sondern mit einer prüfenden, kühlen Präzision, die er auch bei Verhandlungen an den Tag legte.

„Die Quartalszahlen sind noch nicht im grünen Bereich“, stellte er fest. Seine Stimme war tief, ruhig, resonant.

Elena nahm das Glas, ohne ihn anzusehen, und trank einen Schluck. Das Wasser war eiskalt und riss sie kurz aus ihrer Starre. „Ich habe gerade die Korrekturen bei der Abteilung Marketing eingepflegt. Es dauert länger als gedacht.“

Jonas schob sich von der Ablage ab und trat näher. Die Schritte seiner teuren Lederschuhe auf dem Teppichboden waren gedämpft. Er kam hinter ihren Stuhl, und Elena spürte sofort eine Veränderung in der Luft. Der Geruch von seinem Kölnischwasser – eine Mischung aus Zedernholz und etwas Minzigem – mischte sich mit dem staubigen Geruch des Büros. Seine Hand legte sich auf ihre Schulter. Nicht sanft, sondern mit einem festen, bestimmten Druck. Seine Finger waren warm, drückten durch den dünnen Stoff ihrer Seidenbluse in den Muskel.

„Du bist verspannt“, sagte er. Es war keine Frage.

Elena schluckte. Der Griff seiner Hand veränderte sich leicht, der Daumen begann, kreisende Bewegungen auszuführen, genau an der Stelle, wo ihr Nacken in die Schulter überging. Der Druck war hart, fast schmerzhaft, aber genau das, was sie brauchte. Sie schloss die Augen für einen Moment, ihr Kopf sank leicht nach vorn.

„Es ist viel zu tun“, murmelte sie, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern.

„Die Arbeit wartet bis morgen.“ Jonas beugte sich vor. Elena konnte seine Wärme an ihrem Rücken spüren. Sein Atem streifte ihre Ohrmuschel, ein heißer Luftzug, der ihr einen Schauer über den Rücken jagte. „Aber du... du brauchst eine Pause.“

Seine zweite Hand landete auf ihrer anderen Schulter. Jetzt massierte er beide Seiten, rhythmisch, mit einer Kraft, die ihre Muskeln zwingen wollte, sich zu lösen. Elena atmete aus, ein langes, zitterndes Ausatmen. Ihre Hände lagen still in ihrem Schoß. Sie wusste, dass sie aufstehen, ihn wegschieben, irgendetwas Professionelles sagen sollte. Aber ihre Körperreaktion war eine andere. Sie spürte, wie sich ihre Pulsfrequenz beschleunigte, ein hämmernder Rhythmus in ihren Schläfen, der nichts mit Müdigkeit zu tun hatte.

Jonas zog ihren Stuhl herum. Die Bewegung war fließend, kontrolliert. Elena drehte sich mit, und nun sah sie ihn direkt an. Seine Augen waren dunkel, die Pupillen weit geöffnet. Er sah nicht mehr wie der Chef aus. Er sah aus wie ein Mann, der eine Entscheidung getroffen hatte.

Er trat einen Schritt näher, sodass seine Oberschenkel fast ihren Stuhl berührten. Er griff nach dem oberen Knopf ihrer Bluse. Seine Finger waren geschickt, sie öffneten den ersten Knopf, dann den zweiten. Die Luft im Büro kühlte ihre freigelegte Haut, aber Jonas’ Hände waren wie Feuer.

„Steh auf“, befahl er leise.

Elena gehorchte. Ihre Beine fühlten sich schwer an, als sie sich erhob. Sie stand nun zwischen ihm und dem Schreibtisch. Jonas legte eine Hand an ihre Taille, zog sie abrupt an sich heran. Der Zusammenprall ihrer Körper war hart. Sie konnte die feste Kontur seiner Brust gegen ihre spüren, und darunter, unmissverständlich, die Erhebung in seiner Hose, die gegen ihren Bauch drückte.

Er küsste sie nicht sofort. Er legte den Kopf schräg, betrachtete ihren Hals, ihre Lippen, als würde er ein Kunstwerk begutachten. Dann senkte er den Kopf. Seine Lippen berührten nicht ihren Mund, sondern den weichen Hautstreifen direkt unterhalb ihres Kiefers. Er biß sanft zu, ein kurzer, stechender Schmerz, der sofort von einem lindernden Drücken seiner Zunge gefolgt wurde. Elena stöhnte auf, ein Geräusch, das in der Stille des Büros ohrenfällig laut war. Ihre Hände fanden seinen Rücken, krallten sich in den Stoff seines Anzugs.

Seine Hand wanderte von ihrer Taille nach unten, über die Hüfte, bis er ihren Po fest umschlang. Er drückte sie noch fester an seine Leiste, rieb sich gegen sie. Die Reibung des Stoffes ihrer Hose gegen seine erzeugte eine Hitze, die sich in ihrem Unterleib ausbreitete. Sie wurde feucht, eine plötzliche, überflutende Nässe, die ihre Schamlippen gleiten ließ.

„Wir sollten nicht...“, begann sie, aber ihre Stimme versagte, als seine Hand zwischen ihre Beine glitt, von außen, fest drückend, genau auf ihren Venushügel.

„Wir tun es“, unterbrach er sie ruhig. Er drehte sie herum, drückte sie sanft, aber unerbittlich nach vorne, bis ihr Oberschenkel gegen die Kante des Schreibtichs stieß. Die Aktenordner rutschten zur Seite, das Glas Wasser wackelte gefährlich, aber sie kümmerte sich nicht darum.

Jonas griff nach ihrem Reißverschluss. Das Zischen des Metalls war das lauteste Geräusch der Welt. Er zog ihre Hose über ihre Hüften hinunter, zusammen mit ihrem Slip. Die Kleidung sackte zu ihren Knöcheln. Die kühle Luft traf ihre heiße, nackte Haut. Elena stützte sich mit den Händen auf den Schreibtisch ab, die Papiere unter ihren Handflächen raschelnd. Sie sah auf die beleuchtete Stadt hinaus, die Fenster der anderen Hochhäuser funkelten wie ferne Sterne, aber hier, in diesem kleinen Raum, existierte nur die Hitze zwischen ihren Beinen.

Hinter ihr hörte sie das Geräusch eines Gürtels, das metallische Klicken einer Schnalle, dann das öffnen eines Reißverschlusses. Seine Hose fiel zu Boden. Er trat nah an sie heran. Sie spürte seinen harten Schwanz gegen ihre nackte Haut prallen. Er war heiß, hart, pulsierte vor Leben. Er nahm ihn in die Hand und führte ihn entlang ihrer Spalte, befeuchtete ihn mit ihrer Nässe, die bereits an ihren Oberschenkeln hinunterlief.

„Bist du bereit für mich?“, fragte er, seine Stimme rau direkt an ihrem Ohr.

Elena nickte, unfähig zu sprechen. Sie drückte ihren Hintern zurück, ein instinktives Verlangen nach Füllung.

Jonas zog ihre Hüften etwas zurück, beugte sie leicht über den Schreibtisch. Er positionierte sich an ihrem Eingang. Mit einem langsamen, kraftvollen Stoß drang er ein. Elena keuchte, ihre Finger krallten sich in das Holz des Schreibtisches. Er war groß, und die Dehnung war intensiv, fast zu viel, aber genau richtig. Er füllte sie vollständig aus, dehnte ihre Wände, bis kein Platz mehr zwischen ihnen war.

Er begann sich zu bewegen. Zuerst langsam, fast zögerlich, als würde er sie testen, dann schneller, härter. Jeder Stoß ließ ihren Körper gegen den Schreibtisch stoßen. Die Schreibunterlage rutschte hin und her. Das Geräusch von Haut, die auf Haut traf, mischte sich mit ihrem schweren Atmen und seinem tiefen Stöhnen.

„Du bist so eng“, keuchte er, griff nach ihren Haaren, zog ihren Kopf leicht nach hinten, um ihren Hals freizulegen. Er küsste sie dort, während er sie von hinten nahm, wild und ungebremst. Seine andere Hand wanderte um ihre Hüfte herum und fand ihre Klitoris. Er begann sie zu reiben, im Takt zu seinen Stößen, kreisende Bewegungen, die genau den richtigen Druck ausübten.

Elena schloss die Augen. Die Welt um sie herum verschwand. Es gab nur den Füllungsgefühl in ihr, die Reibung an ihrem empfindlichsten Punkt, die Hitze, die sich aufbaute. Sie spürte, wie ihre Muskeln sich spannten, wie die Spannung in ihrem Unterleib zu einem unwiderstehlichen Punkt wuchs. Sie stöhnte seinen Namen, ein flehentliches Geräusch. Jonas antwortete mit einem härteren Stoß, drückte tief in sie hinein, und verlor dann die Kontrolle, sein Rhythmus wurde hektisch, wild, während er seinen Höhepunkt anstrebte.

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