Ich kannte sie nicht. Das war das Perverse daran.
Sie wohnte seit drei Monaten im Haus gegenüber. Ich hatte sie morgens beim Kaffeetrinken gesehen, auf dem Balkon, im Bademantel, immer um dieselbe Zeit. Braune Haare, längere Beine als der Bademantel verbergen konnte, ein Lächeln für die Straße unter ihr.
An dem Abend stand sie in der Tiefgarage, als ich ankam. Sie trug ein enges Kleid, Absätze, einen Ausdruck, als hätte sie gerade entschieden, heute keine Regeln zu befolgen.
„Du bist der aus dem dritten Stock, oder?", sagte sie.
„Ja."
Sie sah mich an. Lange. „Ich hab dich beobachtet."
Mein Herz machte etwas Unvernünftiges. „Ich dich auch."
Sie lachte — kurz, leise. Dann kam sie auf mich zu.
Wir küssten uns zwischen den Autos. Ihre Hände waren sofort an meinem Hemd, meine an ihrer Taille, dann tiefer. Sie küsste hart und fordernd, als hätte sie keine Lust auf Vorgeplänkel.
Die Tiefgarage war leer. Das wussten wir beide.
Sie zog mich hinter eine Säule und lehnte sich dagegen, sah mich an, schob ihr Kleid hoch. Darunter kein Slip — nur sie.
„Na?", sagte sie.
Ich kniete mich vor sie.
Sie schmeckte gut — warm, scharf, nach dem langen Tag. Sie stöhnte sofort auf, als meine Zunge sie berührte, die Hand in mein Haar. Ich ließ mir Zeit, lernte was ihr gefiel — die Seiten, die Mitte, den kleinen harten Punkt, der sie zum Zittern brachte.
„Hör nicht auf", sagte sie atemlos. „Bitte."
Sie kam mit den Zähnen in der Lippe, die Knie schwach, mein Haar zwischen ihren Fingern.
Dann zog sie mich hoch und griff in meine Hose.
„Jetzt du", sagte sie.
Sie drehte sich um, stützte sich gegen die Säule, und ich schob mich von hinten in sie — langsam erst, weil ich wusste was ich da hatte, weil ich den Moment wollte. Sie keuchte, als ich ganz drin war.
„Bewweg dich", sagte sie.
Ich tat es.
Sie war eng und heiß und stöhnte bei jedem Stoß. Ihre Hände flach gegen den Beton, meine an ihren Hüften. Ich fickte sie tief und gleichmäßig, und sie schluckte es nicht runter — sie ließ jeden Laut raus, egal ob jemand reinkam.
Sie kam nochmal, bevor ich fertig war. Als ich kurz davor war, zog sie sich von mir runter, drehte sich um, kniete sich hin.
Sie sah mich dabei an.
Nachher standen wir nebeneinander, glattzogen Kleidung, und es war so ruhig wie vorher.
„Ich bin Sophie", sagte sie.
„Ich weiß es nicht", sagte ich ehrlich.
Sie lachte. „Gut so." Dann ging sie zum Aufzug. Vor der Tür drehte sie sich noch einmal um. „Ich bin morgen früh wieder auf dem Balkon."