Die Hotelbar schloss um Mitternacht.
Nina saß noch da, als der Barkeeper anfing, Gläser zu polieren. Der Mann am anderen Ende der Bar hieß Jonas. Sie wusste das, weil sie vier Stunden miteinander geredet hatten — und weil sie in diesen vier Stunden mehrmals überlegt hatte, wie er wohl im Bett wäre.
„Noch einen?", fragte er.
„Nein." Sie sah ihn an. „Zimmer 407."
Er lächelte. Kein dummes Grinsen — nur ein kurzes, echtes Lächeln.
Sie ließ ihn fünf Minuten warten. Dann klopfte es.
Sie öffnete die Tür und trat einen Schritt zurück. Er kam rein, sah sie an, und keine fünf Sekunden später lagen seine Hände in ihrem Haar und sein Mund auf ihrem.
Er küsste gut — gründlich, mit Zunge und Absicht. Nina ließ ihr Kleid fallen. Er trat zurück, um sie anzusehen.
„Scheiße", sagte er leise.
Sie drückte ihn aufs Bett.
Sie zog seinen Gürtel auf, seinen Reißverschluss, befreite ihn — und er war groß, größer als sie erwartet hatte. Sie umschloss ihn mit der Hand und sah dabei zu, wie sein Atem stockte.
„Gefällt dir das?", fragte sie.
„Was denkst du?"
Sie nahm ihn in den Mund, langsam erst, dann tiefer, und Jonas stöhnte so laut, dass sie sich fragte, ob die Nachbarzimmer es hörten. Seine Hand lag in ihrem Haar — kein Druck, nur Kontakt. Er ließ sie das Tempo bestimmen.
Nach einer Weile zog er sie hoch, drehte sie auf den Rücken und schob sich zwischen ihre Beine.
„Ich will dich richtig ficken", sagte er, den Mund an ihrem Hals. „Okay?"
„Bitte", sagte Nina.
Er nahm sich Zeit. Quälend viel Zeit — schob sich langsam in sie, ließ sie spüren wie er füllte, zog sich fast ganz zurück und kam wieder, tiefer, bis sie die Augen schloss und aufhörte zu denken.
Dann wurde er schneller.
Nina griff seine Schultern, seinen Rücken, seine Hüften — alles, was sie greifen konnte. Er brachte sie zweimal zum Höhepunkt, bevor er selbst kam, das Gesicht in ihrem Hals, ihren Namen auf den Lippen — obwohl er ihren Namen kaum kannte.
Um halb sieben wachte Nina auf. Jonas schlief. Sie duschte, packte, schrieb einen Zettel: *Gute Reise nach Berlin.*
Mehr brauchte es nicht.